Das Falkenhaus

An der Nordseite des Oberen Markts von Würzburg steht das heute bekannteste Haus Würzburgs direkt neben dem Chor der Marienkapelle.

Das gelbe Falkenhaus mit seinen außergewöhnlich reiche Stuckdekoration aus weißen Stuckornamenten.

Im Mittelalter wohnte an gleicher Stelle der Dompfarrer. Nachdem das Gebäude im Jahre 1735 von Franz Thomas Meißner, einem Handelsmann, erworben wurde, erhielt es erst nach seinem Tod durch seine Frau sein heutiges Aussehen. Die dreigiebelige Rokokofassade entstand 1751. Sie sorgte für die reiche Rokoko-Ausstaffierung an der Außenfassade und den Fensterumrahmungen des Hauses, indem sie umherreisende Stuckateure aus ganz Bayern beschäftigte.

Bis ins 19. Jahrhundert beherbergte das dreigeschossige Falkenhaus Würzburgs einzigen Konzert- und Tanzsaal. Nach dem Luftangriff vom 13. März 1945 standen nur noch die Umfassungsmauern. Wegen der prominenten Lage des zerstörten Gebäudes am oberen Markt vertrat der Würzburger Regierungsbaumeister Rudolf Schlick 1947 aus denkmalpflegerischen Gründen den Wiederaufbau, dieser verzögerte sich allerdings zunächst. Anfang der 1950er-Jahre wurde er dann doch vorgenommen.

Heute findet man dort die 1952 gegründete Stadtbibliothek sowie die Touristeninformation.